Bücher im Juni – Isolde Heyne & Julia Reiter

Guten Morgen ihr Lieben,

 

dass ich diverse Zeitschriften lese und anschaue konntet ihr ja schon in meinem Video sehen, aber darüber hinaus lese ich noch wahnsinnig gerne, wenn es denn die Zeit mal zulässt. Das kommt leider nicht mehr so oft vor wie ich es mir wünschen würde, aber nunja. Gestern war jedoch so ein Tag. Ich habe 2 Bücher gelesen. Ja genau, 2 Bücher an einem Tag. Okeeeee, ich gebe zu, es waren recht dünne Bücher. Aber die Seitenzahl eines Buches sagt für mich nichts über die Qualität des Inhalts aus. 


 

Isolde Heyne – Und keiner hat mich gefragt & Treffpunkt Weltzeituhr

 

Beide Bücher waren von Isolde Heyne. Das erste Buch „Und keiner hat mich gefragt“ und die Fortsetzung „Treffpunkt Weltzeituhr“ sind Jugendbücher, die man wahrscheinlich in der 8. oder 9. Klasse liest. Ich habe sie in meiner Straße in einer Bücherkiste gefunden, geputzt und weinend verschlungen. 

Die Geschichte handelt von einem 10 jährigen Mädchen, das in einem DDR Kinderheim aufwächst, weil ihre Eltern in die BRD fliehen wollten, als sie 2 Jahre alt war. Sie sollte nur kurz bei ihrer Oma bleiben und dann nachgeholt werden. Der Vater stirbt beim Fluchtversuch und die Mutter wird festgenommen und 6,5 Jahre ins Gefängnis gesperrt. Der erste Teil erzählt die Geschichte dieses kleinen Mädchens, das auf einmal erfährt, dass ihre Mutter doch lebt, sie von allen herum belogen wurde und ihre kleine Welt somit komplett ins Wanken kommt.

Im zweiten Teil ist das Mädchen, Inka, schon 14 Jahre alt, lebt seit 4 Jahren bei ihrer Mutter in der BRD und fährt mit ihrer Klasse nach Berlin. 

Es ist nicht einmal der historische Hintergrund, der mich die beiden Bücher über hat immer wieder heftig aufschluchzen lassen hat, sondern die Emotionalität, die Zerrissenheit (bei Mutter und Tochter) und die Schilderungen der Gefühlswelten im historischen Kontext. Mich hätten die Bücher in der Schulzeit wahrscheinlich nicht so stark berührt wie jetzt, wo ich selber Mutter bin und mich in die Gefühlslage der Mutter hineinversetzen kann (bzw. versuche ich es). Die Autorin schafft es trotzdem, und das ist die ganz große Kunst des Buches, beide Seiten (DDR und BRD) so vorurteilsfrei wie möglich darzustellen. Man schafft es sich in beide Seiten hineinzudenken. Mehr will ich nicht verraten. Lest diese Bücher unbedingt, sie werden euch sehr viel geben.

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Julia Reiter – Mein kleiner Fisch

 

Dieses Buch konnte ich leider noch nicht lesen, weil es noch nicht erschienen ist. Mein kleiner Fisch ist ein Kinderbuch, das demnächst erscheinen wird. Dieses wunderbare Buch ist ein Crowdfunding-Projekt von der Illustratorin Julia Reiter. Das Buch beschreibt eine ungewöhnliche Freundschaft zwischen einer Katze und einem Fisch. 

Das sagt Julia Reiter:

„Ich liebe Bücher und schöne Illustrationen. Gezeichnet habe ich schon immer, nur habe ich mich noch nie getraut, etwas zu veröffentlichen. Nach vielen Jahren und Erfahrung, darunter auch Verlagserfahrungen, möchte ich es doch wagen.
Inspiriert wurde ich durch einen sehr schönen Text aus einem Kinderbuch. Jedoch fand ich die Illustrationen darin mehr als enttäuschend. Dazu kam ein lieblos darüber gelegter Text. Das wollte ich anderes machen. Es steckt eine Menge Herzblut in diesem Büchlein und ich hoffe das man das sieht.
Die Geschichte erzählt die außergewöhnliche Freundschaft zwischen einem Fisch und einer Katze.
Das Buch ist nicht wie die meisten Kinderbücher gestaltet – ich habe auch großen Wert auf Typografie und Farbe gelegt. 
Außerdem wollte ich die Illustrationen so gestalten, dass sie nicht den Text beschreiben, sondern die Fantasie beflügeln.
Somit ist es in 2 Kategorien einzuordnen:
- Kinderbuch
oder
- Geschenkbuch
Ich selbst sehe es als Illustrationsbuch für Jung und alt :)“

 

Ihre Illustrationen sind einfach wunderschön. Schaut doch einfach mal auf der Projektseite vorbei und schaut euch das Video an wie ihre Bilder entstehen. Wenn ihr dann gleich schon mal da seid, bestellt doch einfach ein Exemplar vor. 

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Ich freue mich schon sehr auf das Buch und hoffe auch Anna wird es gefallen.

So, nun aber viel Spaß beim Lesen 🙂

 

Eure Caro

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