Krank sein / Entschleunigung / Auf sich Acht geben

Guten Morgen ihr Lieben,

es ist Sonntag, kurz vor 10 Uhr und ich liege mit einer Erkältung flach. Zum Glück ist das Kind noch bis heute Abend bei der Oma und genießt die ungeteilte Aufmerksamkeit, das gute Essen und all die Dinge, die es eben nur bei der Oma gibt.

Ich hatte ja letzte Woche geschrieben, dass ich gerade wieder in mein Bürojob und somit in das typische „Working-Mom-Rumgehetze“ eingetaucht bin. Nunja, mein Körper hat es mir übel genommen. Auch wenn sich die Situation durch den neuen Kitagutschein etwas entspannt hat und ich nachmittags nicht mehr ganz so unter Zeitdruck stehe, habe ich meinen Körper in den letzte 2 Wochen vernachlässigt.

Zwar habe ich versucht möglichst gesund zu essen, viel Wasser zu trinken und etwas Sport zu machen, fehlten mir doch eindeutig mal die Pausen bzw. eine große Pause am Tag. Das macht sich bei mir auch schon nach recht kurzer Zeit bemerkbar und mein Körper sagt mir dann einfach STOP!

Wenn mein Körper mich also hin und wieder (so oft bin ich nicht krank) zwangsentschleunigt, habe ich, gerade an so einem kinderfreien Wochenende wie dieses, mal wieder Zeit über Dinge nachzudenken und Dinge zu tun, zu denen ich sonst in der normalen turbulenten Zeit zwischen Job, Uni, Klausurenstress und natürlich auch Familie nicht komme. Ich entschleunige und versuche zu entspannen und zu genießen. So begann mein Tag zwar sehr früh um 7:30 Uhr und mit Erkältungserscheinungen, aber ich habe darüber nicht gemeckert, sondern es hingenommen. Ich habe mir einen großen Kaffee gemacht, mich in eine Decke gemummelt auf die Couch verzogen und in der neuen Flow gelesen. Diese Zeitung ansich sorgt ja schon für Entspannung, dazu aber auch einfach noch die Wärme von innen und außen. Meine Ärztin riet mir nämlich vor langer Zeit mal, dass das Wichtigste bei einer Erkältung sei sich warm zu halten, damit die Viren sich unwohl fühlen. Also packe ich mich seitdem immer ein, sodass ich zwar schwitze, aber es nicht unangenehm ist.

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Nach meinem Kaffee habe ich auf Gymondo.de (dort mache ich regelmäßig Sport von daheim) nach einem Yogaset gesucht, dass das Immunsystem anspricht und nicht zu anstrengend ist. Ich suchte mir also einzelne Assanas heraus und versuchte dabei zu entspannen. So richtig gelingen wollte es mir aber nicht.

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Also dachte ich mir, ab in die Badewanne, mit viel Schaum und einem guten Buch (ich lese gerade „der Bearbeiter“ von Wolfgang Klinghammer). Doch nach kurzer Zeit taten mir die Augen weh und ich legte das Buch beiseite und genoss einfach die Wärme und den angenehmen Duft.

Ich weiß, dass das Wochenende komplett anders verlaufen wäre, wenn Anna bei uns gewesen wäre. Die Erkältung wäre jetzt schon viel schlimmer, weil man mit einem Kleinkind einfach nicht das Wochenende über im Bett liegen kann, sondern raus auf den Spielplatz etc. muss. Klar hätte mein Mann Anna für 2-3h draußen bespielt und mit ihr gegessen, aber beim Gesundwerden ist der Kopf auch ganz entscheidend. Wenn ich meinen Kopf nicht abschalten kann, dann werde ich viel langsamer wieder fit, als wenn ich weiß, dass ich gerade für niemanden verfügbar sein muss. Auch für mich ist das in Zeiten, in denen das iPhone fast an der Hand festgewachsen ist, sehr schwer. Und ich gebe auch zu, dass ich Arbeitsmails, die ich beantworten kann auch beantworte. Dies ist aber auch eine Form der Einstellung. Ich habe schon häufiger (vor Anna) von zu Hause aus gearbeitet, auch wenn ich krank war. Ich bearbeite dann Dinge, die ich „mag“ und die mich nicht stressen, sondern vielleicht sogar Spaß machen. Mein Lieblingszitat diesbezüglich ist:

„Such dir einen Job, der dir Spaß macht und du wirst nie wieder arbeiten!“

Und es stimmt! Und das wisst ihr auch! Für mich haben alleine schon die letzten beiden Wochen gezeigt, dass ich wohl so schnell nicht mehr Vollzeit (40h und mehr) arbeiten möchte. Ich möchte weiter lernen, studieren, Sachen ausprobieren. Ich bin dafür auch bereit finanzielle Einbußen hinzunehmen. Ich habe für mich erkannt, dass die Pflege von Körper und Geist(eshaltung) die Grundpfeiler sind ohne die nichts geht. Keine Arbeit (in welcher Form auch immer), kein Fortschritt und Weiterentwicklung.

So, nun aber genug esotherisch herumgeschwafelt. Ich mache meinem Lieblingsmann und mir jetzt ein leckeres Frühstück und genieße den Sonntag im Bett bei Tee und Trash-TV 🙂

Ich wünsche Euch einen tollen Sonntag und einen noch tolleren Start in die neue, vielleicht etwas bewusster wahrgenommene, Woche.

Eure Caro

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