Trocken-werden ohne Stress und Zwang- So hat es bei uns gekappt

Hallo ihr Lieben,

da ich zum einen sehr viele (Mama-) Blogs lese und mich zum anderen auch in sehr vielen Foren herumtreibe, komme ich natürlich auch um das Thema „Trockenwerden“, „Sauberwerden“ oder „Töpfchentraining“ nicht herum. Ich finde dieses Thema einfach sehr spannend, weil mir meinen Mama z.B. immer erzählt, dass ich mit knapp einem Jahr trocken war. Da ich auch immer häufiger auf das Thema angesprochen werde, dachte ich, dass ich jetzt einfach mal von unseren Erfahrungen berichte.

DDR Gruppenzwang?

Da ich in der DDR geboren und auch in die Krippe gegangen bin, war das wohl normal so früher. Wir wurden alle gemeinsam zur gleichen Zeit (und zu immer wieder gleichen Zeiten) aufs Töpfchen gesetzt und irgendwann war man dann halt trocken.

Jetzt mögen einige von Euch aufschreien, aber ich kann an diesem Vorgehen nichts Schlimmes finden. (Natürlich ist es schlimm, wenn das Kind vielleicht noch nicht alleine sitzen kann oder das Training unter strengem Zwang vollzogen wird.)

Gerade in der Krippe und später auch in der Kita wird doch sehr häufig auf den „Herdentrieb“ gesetzt, wie z.B. auch beim Schlafen, warum dann also nicht auch beim aufs Töpfchen gehen?

„Wann wird sie denn endlich mal trocken? Sie wird doch schon 2.“

Seit Anna ca. 1,5 Jahre alt ist, fragte man mich immer wieder mal, vorrangig ältere Menschen, wann Anna denn endlich mal trocken sein würde. Ich antwortete immer das selbe. Mir ist das noch nicht wirklich wichtig, ich möchte mir und ihr da keinen Stress machen und in gewisser Weise fand ich es auch bequemer mit Windeln. Ich ging also sehr entspannt an das Thema ran.

Irgendwann kaufte meinen Mama ein Töpfchen, dass sie Anna hinstellte und sie immer mal wieder fragte, ob sie denn nicht auch drauf gehen möchte, wenn jemand anderes auf der Toilette saß. Das Interesse war anfangs so mittelmäßig, sie probierte es aber aus und pullerte auch mal hinein. Meine Mama freute sich immer wie bolle und das fand Anna natürlich toll. Meine Mama hielt sich auch so grob an immer gleiche Zeiten, wie z.B. vor und nach dem Schlafen. Das klappte eine Zeit lang auch recht zuverlässig. Dann kaufte ich für unser Zuhause auch ein Töpfchen um das einfach locker weiter zu führen. Annas Interesse war gleich 0. Störte mich aber nicht, verwunderte mich nur etwas.

Töpfchen oder Toilettensitz?

Irgendwann kurz nach ihrem 2. Geburtstag wollte sie auch bei meiner Mama nicht mehr aufs Töpfchen, sondern auf die große Toilette. Also kaufte meine Mama den SauBär Toilettensitz von DM mit den Bärchen drauf. Der hatte Griffe zum Festhalten und war gepolstert. Das fand Anna toll. Bei einem Ikeaeinkauf kaufte ich den IKEA Toilettensitz (ohne Polsterung, Griffe und Bärchen drauf).  Den mochte sie nicht und deshalb schafften wir uns auch den DM Sitz an. Von da an wollte sie immer wieder auf die große Toilette („Ich bin ja auch schon groß“). Weiterhin zogen wir ihr nur noch Höschenwindeln an (Marke war egal, Pampers sind natürlich weicher, aber ich konnte in der Saugfähigkeit keine Unterschiede feststellen). Diese konnte man schnell runterziehen und fühlte sich für sie nicht wie eine Windel an, sondern eher wie ein Schlüpfer. Sie war damit auch viel selbstständiger und konnte alleine aufs Töpfchen gehen (das wurde dann nämlich parallel zum Sitz wieder akzeptiert).

Trocken in der KITA?

Auch habe ich mit der Kita gesprochen und ich war sehr froh, dass auch die Erzieher sehr aufgeschlossen und locker waren. So ging Anna nun auch in der Kita vor und nach dem Schlafen aufs Töpfchen und war sehr stolz, dass sie zum Mittagsschlaf keine Windel mehr brauchte. Natürlich passierten auch mal Unfälle, die sind auch ganz normal und ich habe ihr immer vermittelt, dass das überhaupt nicht schlimm sein. Ich packte einfach eine Hand voll Schlüpfer in ihren Wechselwäschebeutel und gut wars.

Geschafft und stolz wie bolle 🙂

Nächsten Monat wird Anna drei Jahre alt und ist tagsüber komplett trocken. Unterwegs sagt sie Bescheid, wenn sie mal muss, daheim geht sie alleine aufs Töpfchen und ruft mich nur, wenn ich sie abputzen soll. Nachts ist die Windel auch immer häufiger trocken, aber das ist eher noch zufällig. Ich bin sehr stolz auf sie, aber viel wichtiger ist, dass sie sehr stolz auf sich ist und das ganze Thema ohne Stress und Druck, sondern einfach mit Ausprobieren und Entdecken von Statten ging. So habe ich es mir immer gewünscht.

Wie lief es be euren Kindern ab? Welchen Weg seid ihr gegangen oder wie würdet ihr es euch wünschen? Ich freue mich über eure Erfahrungsberichte.

Liebe Grüße,

Caro

 

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