Daniah De Villiers
Testbericht,  Tipps

Mia und der weiße Löwe – ein Interview mit Daniah De Villiers

Eine Freundschaft zwischen einem Löwen und einem Teenager. Kann das gutgehen?

Anfangs nicht, denn die elfjährige Mia (Daniah De Villiers) ist noch zu gefangen im Heimweh nach London und nach ihren Freunden. Doch das ändert sich schnell, als Mia den weißen Babylöwen Charlie endlich an sich heranlässt. Die beiden werden unzertrennliche Freunde.

Mias Eltern stehen der gefährlichen Freundschaft der beiden sehr skeptisch gegenüber, da Charlie sehr schnell sehr groß und schwer wird und im Haus nur noch Chaos anrichtet, er ist immer noch ein Raubtier.

Kurzerhand beschließen ihre Eltern Charlie in ein Gehege zu sperren, denn er wurde vorrangig als Touristenattraktion für die Löwenfarm auf der die Familie lebt angeschafft. Charlie ist nämlich ein seltener, weißer Löwe.

Mia kann diese Trennung nicht akzeptieren und nachdem sie herausfindet, was ihr Vater mit bereits auf der Farm gezüchteten Löwen und somit auch Charlie vorhat, beschließt sie zu einem gefährlichen Abenteuer aufzubrechen.

Mein Interview mit Daniah De Villiers

Kurz nachdem ich den Film im vergangenen Jahr sehen durfte, hatte ich die einmalige Chance die bezaubernde 15 jährige Hauptdarstellerin Daniah De Villiers zu treffen und ihr einige Fragen zu stellen.

Da es super viele Fragen waren (wir sind ein wenig ins Plaudern gekommen), habe ich für Euch die wichtigsten zusammengefasst.

C: Wie geht es dir? Ist das dein erster Besuch in Deutschland/Berlin?

D: Ja, es ist mein erster Besuch, aber leider habe ich noch nicht so viel gesehen, aber es sieht alles so schön aus.

C: Ja, abgesehen vom Wetter, es ist kalt und regnet.

D: Ja, aber es sollte doch bald schneien oder?

C: Nein, in Berlin liegt sehr selten Schnee, vielleicht im Januar, wenn man etwas Glück hat.

D: Ach schade, ich habe noch nie Schnee gesehen, deswegen dachte ich, dass ich hier vielleicht mehr Glück habe.

Dann habe ich mich etwas in die Nesseln gesetzt, als ich ihr sagte, dass sie älter aussieht als 15. Es war überhaupt nicht böse gemeint, ich finde nur, dass sie sehr viel „reifer“ und erwachsenere rüber kommt, als ein 15 jähriger Teenie. Sie hat es mir verziehen 🙂

C: Was war dein spannendster Moment mit dem Löwen Charlie?

D: Es gab so viele, aber da gibt es eine Szene im Film, da laufe ich rückwärts auf ihn zu und er springt mir auf den Rücken und wirft mich um. Das hat er immer gemacht, aber er ist halt ein Löwe, das hat man nicht jeden Tag. Aber er war sehr sanft, er hat nie seine Krallen benutzt.

C: Hattest du jemals Angst?

D: Ja, es war Teil des Prozesses. Ich musste Charlie ja auch erstmal kennenlernen, aber über die 3 Jahre hinweg, wurde es immer weniger. Wir sind wirklich die besten Freunde geworden. Ich dachte nie, dass ich jemals mit Löwen arbeiten würde.

Der Film wurde über 3 Jahre lang gedreht und Daniah und Charlie haben sich fast jeden Tag gesehen. Sie ist extra für den Filmdreh mit ihrer Familie nach Südafrika gezogen. Die beiden sind also quasi in Echtzeit miteinander aufgewachsen.

C: Bist du in der Zeit zur Schule gegangen oder hattest du HomeSchooling?

D: Ich wurde zu Hause unterrichtet, denn wir hatten immer mal Dreharbeiten am Nachmittag.

C: Also hattest du nie Klassenkameraden, denen du davon erzählst hast?

D: Doch, aber als ich ihnen erzählte, dass ein Löwe meine Schuhsolen gefressen hat, hat mir natürlich niemand geglaubt. Denn nur weil man in Südafrika lebt, ist es nicht selbstverständlich, dass man Löwen regelmäßig sieht. Meine Freunde dachten auch, ich sei verrückt, als ich ihnen von dem Projekt erzählte.

C: Durften deine Freunde dich am Set besuchen?

D: Ja, sie wurden dann in das Reservat eingeflogen.

C: Der Film spricht ja ein ganz großes Problem in Südafrika an. Es ist dort immer noch erlaubt, Löwen zu schießen, nur um sie als Trophäe nach Hause zu bringen. Eine solche Szene sieht man auch im Film.

D: Ja, dieses „Trophy-Hunting“ ist auch ein wichtiges Anliegen, was wir mit dem Film ansprechen wollen. Wir möchten, dass es verboten wird und hoffen, dass der Film dieses große Problem öffentlicher macht.

C: Was sind deine Pläne für die Zukunft? Ich habe gelesen, dass du gerade eine südafrikanische Soap drehst.

D: Ja genau, das macht großen Spaß. Es ist eine Art Drama. Ich möchte danach die Schule beenden und meine Eltern möchten am Liebsten, dass ich Business studiere. Aber ich möchte gerne weiter schauspielern und Geschichten erzählen. Ich möchte den Menschen gerne über die Großartigkeit von Löwen und erzählen und ihnen meine Erfahrungen mit ihnen näherbringen.

C: Also bist du richtig drin in dem Löwenthema?

D: Ja, absolut. Ich bin auch ein Ambassador für die Foundation von Kevin Richardson und versuche sein Löwen Sanctuary bekannter zu machen. Das ganze Projekt hat mein Leben in so vielen Bereichen verändert.

C: Vermisst du ihn? Seid ihr noch in Kontakt?

D: Ja, ich werde ihn immer wieder besuchen. Er lebt in dem Sanctuary von Kevin Richardson und hat dort sein lebenslanges Zuhause. Es ist zwar traurig, dass er in Gefangenschaft leben muss, aber dort ist er jedenfalls in Sicherheit.

C: Wie eng fühlst du dich mit dem Charakter von Mia verbunden?

D: Sehr eng. Es ist sehr leicht sich mit ihr zu identifizieren. Ich habe sie immer als Freundin gesehen. Wir teilen die selbe Liebe zu Löwen und zu Charlie.

Der Film startet bei uns in den Kinos am 31. Januar 2019. Hier könnt ihr bereits den Trailer sehen. Ich fand den Film wunderschön und kann ihn jeder Familie mit Kindern ab 6 Jahren empfehlen. Es gibt tolle Aufnahmen der atemberaubenden Natur und Weite Südafrikas. Ein wirklich empfehlenswerter Familienfilm.

Mögt ihr solche Filme? Geht ihr mit euren Kindern ins Kino?

Alles Liebe,

eure Caro

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